Fast ein Jahr nach der Spanair-Katastrophe- Hinterbliebene auf Gran Canaria kämpfen um Gerechtigkeit
August 16, 2009
by M.Sch. für IslaCanaria.Net
abgelegt unter: Kanaren
Vereinigung der Hinterbliebenen kämpfen um Kostenübernahmen - Knapp ein Jahr nach der Spanair-Katastrophe am Flughafen Madrid Barajas, bei der 154 Menschen ihr Leben verloren, kämpfen die Angehörigen der Opfer mit der Fluggesellschaft einen langwierigen Kampf um die Übernahme diverser Kosten.
Las Palmas de Gran Canaria: Insgesamt 79 der 154 Menschen, die beim Unglück des Spanair Fluges JK 5022 am 20. August 2008 am Rande des Flughafen Madrid Barajas ihr Leben verloren, stammten von den Kanaren. Zaida Rodriguez ist die Sprecherin der Angehörigen auf den Kanarischen Inseln und erklärt in einem Interview mit einer lokalen Tageszeitschrift, für welche Ziele die Hinterbliebenen-Vereinigung fast ein Jahr nach dem Unglück kämpft, bzw. kämpfen muss.
Die vorgeschriebenen Entschädigungen für die Opfer, bzw. deren Hinterbliebenen wurden von der Fluggesellschaft Spanair bezahlt, ausserdem ein Pauschalbetrag für jedes aufgegebene Gepäckstück- Doch die Hinterbliebenen-Vereinigung auf Gran Canaria kämpft um die Übernahme von Kosten, deren Entstehungen auch auf die Katastrophe am Flughafen Madrid Barajas zurückzuführen sind.
Zaida Rodriguez: “Spanair steht auf dem Standpunkt, mit der Zahlung von 25.000 Euro pro Opfer und weiteren 1.050 Euro pro verlorenem Gepäckstück von allen Ansprüchen frei zu sein. Bei uns, den Hinterbliebenen, laufen jedoch seit dem Unglück immer weitere Kosten auf, um deren Übernahme wir seither kämpfen”.
“Wissen Sie, wie viele psyschologische Sitzungen erforderlich sind, um den Tod der Eltern, eines Partners, einem Kind, einem Bruder oder einer Schwester zu verarbeiten? Oder gar den Tod von mehreren Familienangehörigen auf einmal?- Spanair meint 10 Sitzungen müssen absolut ausreichen”!
“Viele der Hinterbliebenen mussten nach dem Unglück mehrfach nach Madrid fliegen, um dort diverse Dinge zu regeln- Lediglich ein Hin- und Rückflug wurde von der Fluggesellschaft bezahlt, alle anderen mussten die Angehörigen der Opfer selbst bezahlen”.

Doch nicht nur die Hinterbliebenen der Todesopfer, sondern auch die 18 Überlebenden der Katastrophe kämpfen um ihre Rechte- Zaida Rodriguez: “die Betreuung von Überlebenden und ihre Rehabilitation findet schon seit einiger Zeit so gut wie gar nicht mehr statt, die Überlebenden müssen um jede Kostenübernahme kämpfen,- ohne Rechtsanwalt so gut wie unmöglich”!
“Ein paar Tage nach der Katastrophe verspachen Vertreter der Fluggesellschaft und auch spanische Politiker, für sämtliche Kosten aufzukommen, heute, fast ein Jahr danach, stehen wir quasi alleine. Wir verstehen das nicht”, so die Pressesprecherin der Hinterbliebenen im Interview.











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