Gran Canaria: Eltern fordern härteren Umgang mit vorbestraften Sexualstraftätern
Nachrichten Sapnien, Kanarische Inseln, 20. Januar 2008 - Gran Canaria: In La Garita (Telde) demonstrierten hunderte Eltern für eine härtere Bestrafung von Sexualtätern und Pädophile. Mit Transparenten machten die Erziehungsberechtigten auf den jüngsten Fall von versuchter Kindesentführung aufmerksam und fordern die Politiker zum Handel auf. Würden Maßnahmen wie in den USA helfen, Sexualstraftäter unter Kontrolle zu bringen?
Gran Canaria, Telde - Der Schock sitzt immer noch tief, hunderte Eltern aus dem Ortsteil La Garita (Telde) forden auf einer Demonstration mehr Sicherheit für ihre Kinder. Nach der gescheiterten Entführung der 10-jährigen Sandra D. aus La Garita und der darauf folgenden Fesnahme des mutmaßlichen Täters Marcos J.R.C. (IslaCanaria.Net berichtete), ist in dem kleinen Ort keineswegs Ruhe eingekehrt. "Allein die im Zuge der Ermittlungen bekannt gewordenen Details zum mutmaßlichen Entführer rechtfertigt diese Demonstration", so Lali González, eine der demonstrierenden Mütter aus La Garita. Gemeint sind hiermit vor allem die Ermittlungsergebnisse, die aussagen, daß Marcos J.R.C. bereits seit 1999 immer wieder durch Gewalttaten und sexuelle Übergriffe (unter anderem auf seine damals 1 1/2-jährige Tochter) aufgefallen war. Schlappe 22 Monate musste der heute 37-Jährige im Jahr 2002 für diese Sexualstraftat ins Gefängnis 'Salto del Negro' einrücken…
Auch nach dem Verbüßen der Haftstrafe fiel Marcos J.R.C. immer wieder auf, Anzeigen wegen sexueller Belästigung und Diebstahl, sowie diverse Schlägereien an denen der mutmaßliche Kindesentführer beteiligt war, weisen Marcos J.R.C. als gewaltbereiten und gefährlichen Mitmenschen aus.
Die Mütter aus La Garita fordern die Politiker zum Handeln auf, die Vorschläge reichen von lebenslanger Sicherungsverwahrung für Sexualstraftäter, bis hin zur Bekanngabe der Wohnsitze von vorbestraften Sexualtätern (Vorbild USA*).
In seinem derzeitigem Aufenthaltsort, dem Gefängnis 'Salto del Negro', in Las Palmas de Gran Canaria, macht man sich derweil Sorgen um die Gesundheit, bzw. das Leben des mutmaßlichen Kindesentführers. Ein Stab aus Psyschologen und Gutachtern hat den 37-Jährigen als Suizid-Gefährdet ausgewiesen. Der Inhaftierte wird derzeit rund um die Uhr überwacht. Auch am gemeinsamen Hofgang und dem Essen mit anderen Gefangenen darf Marcos J.R.C. zu seiner eigenen Sicherheit nicht teilnehmen - Zu groß ist die Gefahr von Übergriffen Seitens anderer Häftlinge.
*Anm.: Vorbestrafte Sexualstraftäter müssen in den USA ihren aktuellen Wohnsitz registrieren lassen, weiterhin müssen sich in allen US-Bundesstaaten Sexualstraftäter auch nach Verbüßung ihrer Strafe bei der örtlichen Polizei melden und jeden Wohnortwechsel im Vorfeld eines Umzuges melden. Die Polizei sorgt dann dafür, dass in Registern und im Internet jedermann seine Nachbarschaft auf ehemalige Sexualstraftäter kontrollieren kann.
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Marcos R., wie gefährlich ist der mutmaßliche Kindesentführer wirklich?
Im Verlauf der Ermittlungen stießen Polizei und Staatsanwaltschaft auf Hinweise, die den inhaftierten Marcos J.R.C. schon im Jahr 1999 als gefährlich ausweisen…Im Jahr 2002 wurde der heute 37-Jährige zum ersten Mal zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Milde 20 Monate Knast erhielt Marcos J.R.C. seinerzeit wegen des sexuellen Mißbrauchs seiner damals 1 1/2 Jahre alten Tochter. [diesen Artikel nachlesen]
Gran Canaria - Die Insel wartet auf die Entscheidung des Untersuchungsrichters
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