Kanaren: Havarierte ARMAS-Autofähre ‘Assalama’ sinkt vor Marokko
Nachrichten für Spanien und die Kanaren, vom 02. Mai 2008 - 113 Passagiere auf der ARMAS-Fähre 'Assalama' kommen mit dem Schrecken davon. Die Autofähre der Reederei ARMAS war auf dem Weg nach Puerto del Rosario, Fuerteventura, als
der starke Wind und heftiger Seegang das Schiff gegen die Kaimauer im marokkanischen Hafen Tarfaya schleuderte. Inzwischen liegt die Fähre auf der Steuerbordseite und gilt als gesunken.
Marokko/Kanarische Inseln: Insgesamt 113 Passagiere befanden sich auf der erst seit Juni des letzten Jahres im Einsatz befindlichen Autofähre 'Assalama' (gute Reise), als diese am Mittwoch (30.April) um etwa 10:00 Uhr beim Ablegemanöver im marokkanischen Hafen Tarfaya von heftigem Seegang und Windböen gegen die Kaimauer gedrückt wurde. Kurz darauf entschied der Kapitän der ARMAS-Fähre, die Reise nach Fuerteventura (Puerto del Rosario) nicht fortzusetzen und die Passagiere an Land zu bringen. Mit kleinen Booten der marokkanischen 'Marina Real' wurden die Reisenden in den Hafen zurück gebracht. Während zuerst nur darüber beraten wurde, wann die 2007 für für 3,6 Millionen Euro restaurierte Autofähre ihre Reise nach Fuerteventura fortsetzten werde, wurde schnell klar, daß die 'Assalama' so schnell nirgendwo mehr hinfahren wird.
Zu groß sind die Beschädigungen, die das Schiff beim Zusammenprall mit der Kaimauer erlitten hat. Stunden nach dem Zwischenfall neigte sich die unter Panama-Flagge fahrende und mit einer kubanischen Mannschaft bestückten Fähre der spanischen Reederei ARMAS stark nach Steuerbord (rechte Seite des Schiffs). Die 'Assalama' liegt inzwischen manövrierunfähig vor dem Hafen von Tarfaya auf einer Sandbank.
Am gestrigen Donnerstag (01. Mai) wurden mit einer Maschine der kanarischen Fluggesellschaft BINTER die ersten 30 Passagiere der havarierten ARMAS-Fähre nach Gran Canaria geflogen.

Die inzwischen als 'gesunken' bezeichnete 'Assalama' hat nach Aussagen der Verantwortlichen Reederei rund 80.000 Liter Diesel/Schweröl an Bord, Taucher untersuchen derweil, ob es Lecks im Bereich des Tanks gibt, durch die der Treibstoff in den Atlantik gelangen könnte.
Für die ARMAS-Verantwortlichen gestaltet sich die Bergung der havarierten 'Assalama' sehr schwierig, das Fehlen von geeigneten Schleppern macht eine schnelle Bergung unmöglich.
Derweil befinden sich immer noch 73 Reisende (darunter 13 Kleinkinder) der 'Assalama' in Marokko. Die Geretteten befinden sich derzeit in einem Hotel in El Aaiún, beklagen jedoch die tatsache, daß sie nicht wissen, wann und wie sie zurück auf die Kanaren gebracht werden.
"Bislang hat sich noch kein offizieller Vertreter der Kanaren-Regierung mit uns in Verbindung gesetzt, weder ein Konsul, noch igrendjemand anderes scheint sich für uns zu interessieren", so einer der Reisenden zu einer großen spanischen Tageszeitung. M.Sch. für IslaCanaria.Net

|
Der Kanaren-Nachrichten [BLOG] ist das Nachrichten-Archiv von IslaCanaria.Net - Hier finden Sie tagesaktuelle Nachrichten, Berichte und Informationen zu Sport- und Kulturevents auf Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, El Hierro und La Gomera im Blogger-Style. Auf IslaCanaria.Net, dem Nr.1 Internetportal für die Kanarischen Inseln gibt es neben den tagesaktuellen Kanaren Nachrichten auch eine Foto-Galerie, ein Webverzeichnis, einen Kanarenmarkt (Kanaren Kleinanzeigenmarkt) sowie einen Kontakt Anzeigenmarkt für die Kanaren. Das Portal IslaCanaria.Net hat sich mit seinen Unterseiten zu einer der erfolgreichsten Internetpräsenzen der Kanarischen Inseln entwickelt.
Lesen Sie auch folgende Artikel:Fuerteventura: Schweizer Ehepaar kämpft um Bergung ihrer Effekten auf der havarierten ‘Assalama’ Marokko / Kanaren: Nach der Havarie der Assalama nun der Ärger um die Entschädigungszahlungen Ehepaar aus Fuerteventura kämpft um Bergung ihrer Effekten aus der havarierten ‘Assalama’ Hafen von Arinaga soll Gran Canaria mit Fuerteventura und Lanzarote verbinden


Am 2. Mai 2008 um 15:29 Uhr
Da geht es im Artikel etwas durcheinander:
Der Hafen von Tarfaya ist Staatsgebiet von Marokko. In Marokko gibt es natürlich einen Botschafter Spaniens, der den Spaniern konsularische Hilfe geben kann. Aber es gibt keinen kanarischen Konsul. Laayoune ist die Westsahara. Und dort gibt es offiziell keinen konsularischen Schutz. Weder für die Spanier durch ihre Nation noch für Deutsche durch ihre Nation. Das persönliche Leid der Menschen ist natürlich schlimm. Und zu kritisieren ist das komplett fehlende Krisenmanagement der Naviera Armas. Aber das passt zu diesem Unternehmen
Am 4. Mai 2008 um 08:30 Uhr
@Goebel: Vielen Dank für deine Aufklärung :)
Am 9. Mai 2008 um 17:50 Uhr
Al Ayun ist die Hauptstadt von Westsahara, welches widerrechtlich von Marokko besetzt ist. Es entscheiden als marokkanische Behörden. Schlimm für die Leute ist es allemal…
Übrigens (vor 3 Jahren jedenfalls noch) veranstaltet die TUI von Gran Canaria aus Tagesausflüge in die Westsahara… wir haben die Chance genutzt, und es war hochinteressant. Die die momentan dor festhängen werden natürlich anders darüber denken.