Ehepaar aus Fuerteventura kämpft um Bergung ihrer Effekten aus der havarierten ‘Assalama’ - Kanaren Nachrichten [Blog] by: www.IslaCanaria.Net

Ehepaar aus Fuerteventura kämpft um Bergung ihrer Effekten aus der havarierten ‘Assalama’


Marokko / Kanarische Inseln: Immer noch befinden sich insgesamt 68 Passagiere der havarierten ARMAS Fähre Assalama in El Aaiun. Unter den Geschädigten, denen die Reederei lächerliche 300 Euro Entschädigung zahlen will, befindet sich auch das auf Fuerteventura lebende, schweizer Ehepaar Toth-Geimer. Auch 6 Tage nachdem die Autofähre assalama, reederei armas'Assalama' (deutsch: gute Reise) vor der marokkanischen Küste Schiffbruch erlitten hat (IslaCanaria.Net berichtete), befinden sich noch insgesamt 68 Passagiere in marokkanischen Hotels. Die Tatsache, daß Geschädigten von der Reederei ARMAS mit 300 Euro pro Person abgefunden werden sollen, bringt diese auf die sprichwörtliche Palme. Unter den Reisenden der 'Assalama' befinden sich etliche Menschen, die mehr verloren haben, als ein paar in Marokko eingekaufte Mitbringsel- So auch das auf Fuerteventura lebende Ehepaar Peter & Judith Toth-Geimer aus dem schweizerischen Küsnacht, die Pädagogen befanden sich sozusagen mit 'Sack und Pack' auf der inzwischen als gesunken deklarierten 'Assalama', als diese zuerst im Hafen von Tarfaya von Wind und Seegang gegen die Kaimauer gedrückt wurde und kurz darauf vor der Küste Schlagseite erlangte…

Die Passagiere wurden mit kleinen Fischerbooten und Booten der marokkanischen 'Marina Real' von Bord geholt und sicher an Land gebracht, was zurückblieb waren die PKW's und Habseeligkeiten der Schiffsbrüchigen. Nach Angaben der Reederei ARMAS gab es keine Chance, etwas von der havarierten Fähre zu bergen.

Kurz nach dem ersten Artikel von IslaCanaria.net über den Schiffbruch der Autofähre erhielt unsere Redaktion eine Mail vom schweizer Ehepaar Peter & Judith Toth-Geimer. Das Pädagogen-Paar lebt schon seit längerem auf der Kanareninsel Fuerteventura und war mit einem PKW / Caravan-Gespann auf der 'Assalama'.

Wie auch andere Passagiere kämpfen die Schweizer Staatsbüger einen harten Kampf um ihr Hab und Gut. Da dieses jedoch angeblich nicht mehr zu bergen ist, hofft das Paar auf eine angemessene Entschädigung - Diese Entschädigung wird es jedoch erst einmal nicht geben. Die Reederei bietet jedem Gechädigten lächerliche 300 Euro an. Die Toth-Geimer's und die restlichen in Marokko verbliebenen Reisenden wollen von ARMAS mindestens 3.000 Euro pro Person, die Fronten sind verhärtet. Zu allem Überfluß erklärte die Reederei nun, daß sie keinen Tag länger die Hotelkosten für die Schiffbrüchigen übernehmen werde.

Für Peter und Judith Toth Geimer ist nicht nur der PKW und der Caravan verloren, das Paar hatte Notebooks, Fotos und ein fast fertiges Buchskript mit an Bord. Die Schweizer fühlen sich von der ARMAS Reederei völlig im Stich gelassen und gar betrogen. So ist sich nicht nur Peter Toth sicher, daß es in den ersten 3 Tagen nach der Havarie ohne weiteres möglich gewesen wäre, privates Hab und Gut der Reisenden von der Autofähre zu bergen.

Viele der Geschädigten vermuten, daß der Kapitän der unter Panama-Flagge fahrenden und mit kubanischen Mannschaft bestückten Fähre aus  versicherungstechnischen Hintergründen die Bergung privater Habseeligkeiten nicht genehmigt hat.

Wie es weiter geht mit den in Marokko verbleibenden Passagieren der 'Assalama' ist unklar. Wenn ARMAS seine Drohung wahr macht, müssen die Geschädigten ab dem morgigen Donnerstag selbst für ihre Unterkunft in den marokkanischen Hotels aufkommen… to be continued, M.Sch. für IslaCanaria.Net

Lesen Sie auch folgende Artikel von IslaCanaria.Net zur Havarie der 'Assalama' noch einmal nach:

113 Passagiere auf der ARMAS-Fähre 'Assalama' kommen mit dem Schrecken davon -

… Insgesamt 113 Passagiere befanden sich auf der erst seit Juni des letzten Jahres im Einsatz befindlichen Autofähre 'Assalama' (gute Reise), als diese am Mittwoch (30.April) um etwa 10:00 Uhr beim Ablegemanöver im marokkanischen Hafen Tarfaya von heftigem Seegang und Windböen gegen die Kaimauer gedrückt wurde. Kurz darauf entschied der Kapitän der ARMAS-Fähre, die Reise nach Fuerteventura (Puerto del Rosario) nicht fortzusetzen und die Passagiere an Land zu bringen… diesen Artikel nachlesen

Nach der Havarie der Assalama: Ärger um die Höhe der Entschädigung -

… 77 der insgesamt 113 Passagiere, die mit der Autofähre 'Assalama' am vergangenen Mittwoch (30.April) in Seenot gerieten und von von der marokkanischen 'Marina Real' und einigen Fischern von der sinkenden ARMAS-Fähre evakuiert wurden (IslaCanaria.Net berichtete), sind derzeit noch immer in Marokko. Die Schiffbrüchigen, von denen derzeit 40 Erwachsene im Hotel Nagjir Playa, und 28 Erwachsene mit 9 Kindern im Hotel Nagjir untergebracht sind, weigern sich das Land in Richtung Kanaren zu verlassen… diesen Artikel nachlesen

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