Reise ins Ungewisse - 29 Bootsflüchtlinge erreichen Gran Canaria
Gran Canaria: Einsatz für die Seerettung- Ein Patroullineboot der 'Salvamento Marítimo' hat am Samstag 29
Bootsflüchtlinge 70 Seemeilen vor der Küste der Kanareninsel Gran Canaria lokalisiert und in den Hafen von Arguineguin gebracht.
Gran Canaria, Arguineguin - Am frühen Nachmittag des gestrigen Samstags (17. Mai) kam das Patroullienboot 'Punta Salinas' der Seerettung (Salvamento Marítimo) im Hafen von Arguineguin (Gemeindegebiet Mogan) an. An Bord befanden sich 29 afrikanische Bootsflüchtlinge, die das Team der Seerettung etwa 70 Seemeilen vor der Küste an Bord genommen hatte. Das Holzboot der Immigranten wurde zuvor von einem SAR-Flugzeug im Atlantik lokalisiert- ein Helikopter der Seerettung lotste das Patroullienboot kurz darauf zu dem Cayuco. Einmal im Hafen von Arguineguin angekommen kümmerten sich Mitarbeiter des Cruz Roja (spanisches Rotes Kreuz) um die Afrikaner, unter denen sich auch diesmal wieder mindestens 5 Minderjährige befanden…
Nach Angaben eines Sprechers des Cruz Roja befanden sich alle 29 Bootsinsassen in einem, den Umständen entsprechend gutem Gesundheitszustand und konnten nach der Erstversorgung in die Obhut der Policia Nacional übergeben werden.
Dort wartet die Feststellung der Heimat- bzw. Herkunftsländer auf die 'Illegalen', wer Papiere besitzt wird sofort zurück geschickt, wer keine hat- und auch keine Angaben über seine Herkunft macht, kommt erst einmal für 6 Wochen in ein Übergangsheim für Flüchtlinge.
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In den meisten Fällen können die Immigranten jedoch innerhalb dieser Zeit irgendeinem Heimat- oder Herkunfts- Land zugeordnet werden. Wenn nicht, dann bringt man die Flüchtlinge auf das spanische Festland und überlässt sie dort ihrem Schicksal- ohne Papiere, ohne Arbeit und ohne offizielle Aufenthaltsgenehmigung sind die Menschen dann auf sich allein gestellt- nur so am Rande geduldet.
Es sei denn, sie beantragen Asyl! Dann jedoch muss das Heimatland angegeben werden, sollte der Antrag negativ entschieden werden, geht es spätestens dann auf Staatskosten zurück auf den afrikanischen Kontinent - Ein wirklicher Teufelskreis, in dem es selten ein Happy-End gibt! M.Sch. für IslaCanaria.Net
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