Gran Canaria - Anwohner von Juan Grande stoppen Bauarbeiten am neuen Kanaren-Knast zum zweiten Mal
Nachrichten Kanaren, Gran Canaria - Bauarbeiten am neuen Kanaren-Knast sollten in dieser Woche trotz ungeklärter Sachlage weitergehen. Anwohner der
betroffenen Ortschaften stellen sich erneut gegen LKW und Bagger der Firma 'Hermanos Tito'. Das Unternehmen scheiterte mit dem Versuch die Fortsetzung der Erdarbeiten mit einem alten, ungültigen Erlaubnis-Schreiben zu erzwingen.
Gran Canaria, Juan Grande: Das kanarische Unternehmen 'Hermanos Tito' wollte endlich weiter arbeiten, die Gegener des Gefängnis-Neubaus in Juan Grande, sowie die Anwohner aus den umliegenden Ortschaften haben diese Absicht erst einmal wieder verhindert - So die Kurzfassung der Dinge, die sich Anfang der Woche auf dem Gelände wo die neue Gran Canaria-Vollzugsanstalt entstehen soll, abgespielt haben. In der Vollversion stellt sich die Situation wie folgt dar: Nachdem die Guardia Civil am 29.April die Erdarbeiten auf dem Gelände in Juan Grande aufgrund eines Gerichtsbeschlusses stoppte (IslaCanaria.Net berichtete), herrschte dort, wo der neue Gran Canaria-Knast nach dem Willen der SIEP (staatlichen Gesellschaft für Infrastruktur und Strafvollzug-Ausstattungen) entstehen soll, erst einmal Ruhe. Erst vor zwei Wochen kam ein neuer Vorschlag von Seiten der autonomen Kanaren-Regierung - 'Man könne auch prüfen, ob Los Corralillos, im Gemeindegebiet Agüimes als Standort in Frage käme'…
Ungeachtet der Gesamtsituation schickte die Geschäftsführung von 'Hermanos Tito' nun die Arbeiter wieder nach Juan Grande- Diese wollten gerade damit anfangen, die Erdarbeiten auf dem Grundstück wo die Eigentumsverhältnisse immer noch ein stückweit unklar sind, fortzusetzten, als sich ihnen über 100 Knast-Gegner in den Weg stellten.
Die herbeigerufene Polizei sollte die Sache klären und verlangte von den Tito-Arbeitern die erforderliche Erlaubnis, welche das Weiterarbeiten erlaubt-
Eine 'permiso' dieser Art gab es jedoch nicht, zum allgemeinen Erstaunen legten die Verantwortlichen der Baufirma lediglich ein Schreiben der staatlichen Gesellschaft für Infrastruktur und Strafvollzug-Ausstattungen vor, welches in Kopie auch an das Gericht in Maspalomas gegangen war. In diesem Schreiben heißt es unter anderem, "daß es sich bei den Arbeiten am Gefängnis-Neubau um ein Projekt mit öffentlichem Interesse handelt"
Als weitere 'Erlaubnis zur Weiterarbeit' wurde den Ordnungshütern das gleiche Papier vorgelegt, welches auch schon die Guardia Civil Beamten zu sehen bekamen, als diese am 29. April den Baustopp in Juan Grande durchsetzten… to be continued … M.Sch. für IslaCanaria.Net
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