Kanaren - Zwei Cayucos mit 139 Flüchtlingen an Bord erreichen Gran Canaria
Nachrichten Gran Canaria - Patroullienboote der Seerettung bringen zwei Cayucos mit insgesamt 139 afrikanischen Einwanderern in den Hafen von
Arguineguin. Die Flüchtlingsboote wurden zuvor 85 bzw. 109 Seemeilen vor der Küste vom Helikopter 'Helimer Canarias' entdeckt. FRONTEX und die Behörden im Senegal warnen vor Flüchtlingswelle.
Kanaren, Gran Canaria: Im Morgengrauen erreichten zwei Patroullienboote der Seerettung die Kanareninsel Gran Canaria. Mit an Bord- 139 afrikanische Bootsflüchtlinge, deren Cayucos am Vorabend 85 bzw. 109 Seemeilen vor der Küste Gran Canarias entdeckt wurden. Während die meisten Immigranten die Reise über den Atlantik den Umständen entsprechend gut überstanden hatten, musste einer der Afrikaner zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Der Mann hatte sich während der Überfahrt die linke Hand gebrochen…
Unter den insgesamt 139 Immigranten befinden sich nach ersten Aussagen eines Cruz Roja-Mitarbeiters auch mindestens 25 Jugendliche unter 18 Jahren.
Um diese Tatsache zu belegen, bedient man sich auf den Kanaren seit neuestem einer Röntgenuntersuchung- Sollte ein Bootsflüchtling angeben minderjährig zu sein, jedoch optisch auch als Erwachsener durchgehen könnte, wird im Krankenhaus eine Röntgenaufnahme des Unterarms angefertigt. Bei Minderjährigen stellt sich dabei eine unvollständige Knochenbildung dar.
In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, daß Bootsinsassen angaben, das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet zu haben- auf diese Weise wollen die Betroffenen verhindern, in eines der Übergangslager abgeschoben zu werden.
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FRONTEX warnt vor weiteren Flüchtlingsbooten - Kurz vor der Ankunft der beiden Boote gab es aus dem Senegal eine Warnung bezüglich eines erhöhten Aufkommens von Flüchtlingsbooten in den nächsten Wochen. Oberst Alioune N'Diaye von der FRONTEX warnte, daß es trotz der Erneuerung der gemeinsamen spanisch-senegalesischen Kontrollen der Küstengewässer in der nächsten Zeit vor allem junge Menschen sein könnten, die die gefährliche Reise über den Atlantik wagen. Laut Aussage des Oberst mangelt es nicht an Schlepper-Organisationen, welche die Menschen gegen Bezahlung auf die Reise in Richtung Kanaren schicken. Grund für das mögliche erhöhte Flüchtlingsboot-Aufkommen ist die Lebensmittelkrise und der inzwischen ruhiger gewordene Atlantik. M.Sch. für IslaCanaria.Net
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