Teneriffa - Vier Afrikaner bezahlten die Reise nach Europa mit ihrem Leben
Vier tote Immigranten bei neuer Flüchtlingswelle in Richtung Kanaren- Vier
der Afrikaner, die am Dienstag mit einem Cayuco auf Teneriffa ankamen, bezahlten die Reise nach Europa mit ihrem Leben.
Kanaren, Teneriffa: Insgesamt 466 afrikanische Immigranten erreichten seit dem vergangenen Dienstag (17. Juni) die Kanarischen Inseln La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria sowie die kleine Nebeninsel La Graciosa (IslaCanaria.Net berichtete). Die Ankunft des ersten Bootes im Hafen von Santa Cruz (Teneriffa) entwickelt sich im nun zum traurigen Flüchtlingsdrama. Am gestrigen Mittwoch (18. Juni) verstarben 4 der insgesamt 14 in diversen Krankenhäusern eingelieferte Bootsflüchtlinge. Die Afrikaner starben an den Folgen von Dehydration (Austrocknung). 10 weitere Immigranten befinden sich derzeit noch im teilweise sehr schlechtem Zustand im Krankenhaus von Candelaria, sowie im 'Hospital Universitario de Canarias'…
Die verstorbenen Afrikaner wurden inzwischen zur Obduktion ins anatomisch forensiche Institut nach Santa Cruz gebracht, um die eindeutige Todesursache zu klären.
+ INFO + Kurz vor der Ankunft der ersten Boote am Dienstag (17. Juni) gab es aus dem Senegal eine Warnung bezüglich eines erhöhten Aufkommens von Flüchtlingsbooten in den nächsten Wochen. Oberst Alioune N'Diaye, seines Zeichens Verbindungsoffizier der FRONTEX, warnte, daß es trotz der Erneuerung der gemeinsamen spanisch-senegalesischen Kontrollen der Küstengewässer in der nächsten Zeit vor allem junge Menschen sein könnten, die die gefährliche Reise über den Atlantik wagen. Laut Aussage des Oberst mangelt es nicht an Schlepper-Organisationen, welche die Menschen gegen Bezahlung auf die Reise in Richtung Kanaren schicken. Grund für das mögliche erhöhte Flüchtlingsboot-Aufkommen ist die Lebensmittelkrise und der inzwischen ruhiger gewordene Atlantik.
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