Gran Canaria: An den Fassaden hängende Wäsche stört das Ortsbild von Galdar
Nachrichten Gran Canaria, Unsere Stadt soll schöner werden! Die Gemeinde
Galdar will das Heraushängen von Wäsche verbieten. Zuwiderhandlungen sollen künftig mit Geldstrafen von bis 3.000 Euro geahndet werden können.
Gran Canaria, Galdar: Es gehört zu den südlichen Ländern wie der Strand und das Meer; aus den Fenstern herausgehangene Wäsche, Hausfrauen, die in Ermangelung eines Gartens ihre Bettwäsche oder Teppiche aus dem Fenster hinaus ausschlagen. Damit soll in Galdar, westlich von Las Palmas de Gran Canaria, künftig Schluss sein. Auf einer Sitzung der Gemeindeverwaltung Ende Juli gab es zu dieser 'Unart' eigens einen Tagesordnungspunkt. Dieser 'Punkt 7' beschäftigte sich mit der Verschönerung des Stadtkerns der 25.000 Einwohner Gemeinde. Beschlossen wurde so einiges, doch der polemischste Punkt war die 'Wäsche anderer Leute'. So ist es im Ortskern von Galdar künftig bei Strafe verboten, Wäsche zum Trocknen aus dem Fenster zu hängen…
Dieses Verbot betrifft in erster Linie die Straßenzüge der Altstadt und der Einkaufsstrasse. Den Touristen, welche Galdar besuchen soll künftig der Anblick sauberer, aber nasser Wäsche erspart bleiben.
Ana María Vega, eine Oppositionssprecherin in Galdar kritisierte diesen Punkt des Verschönerungsplans, weil er im Grundsatz wieder nur die ärmeren Bürger betreffe. "Arme Menschen können sich keinen Trockner leisten und haben auch kein Haus mit Garten oder einen Balkon auf dem die Wäsche getrocknet werden könnte", so Vega "Wo, wenn nicht aus dem Fenster, sollen diese Menschen ihre Wäsche zum Trocknen aufhängen?"
Als Strafe für Zuwiderhandlungen gegen die 'Wäscheverordnung' sind Geldstrafen von 750 bis 3.000 Euro geplant. Für solche Summen sollte man dann doch lieber einen Wäschetrockner anschaffen. M.Sch. für IslaCanaria.Net
[sniplet thomascook]
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