Gran Canaria: Ärger um Zufahrt zum Tauchparadies ‘El Cabron’
Sporttaucher auf Gran Canaria beklagen sich über die schwierige Zufahrt zum
beliebten Tauchrevier 'El Cabron' in der Gemeinde Agüimes. Da das Gebiet rund um's Taucherparadies jedoch unter Naturschutz steht, sind den Verantwortlichen die Hände gebunden.
Gran Canaria, Arinaga: Den Spagat zwischen den Belangen der Sporttaucher und den Vorschriften eines Lanschaftschutzgebietes zu aller Zufriedenheit zu schaffen- vor dieser schwierigen Aufgabe steht derzeit die Gemeinde Agüimes im Südosten der Ferieninsel Gran Canaria. Mit dem Sommer kommen auch wieder täglich hunderte Sporttaucher zum wohl beliebtesten Tauchrevier der Kanareninsel Gran Canaria, 'El Cabron'. Vor dem Tauchen steht jedoch die Aufgabe, das beliebte Revier mit allem nötigen Equipment zu erreichen. Die Kleintransporter der Tauchschulen müssen sich die letzten 500 Meter über eine aus Sand und Geröll bestehende Piste quälen, um den Strand zu erreichen. Die letzten Meter müssen die Taucher dann zu Fuß bewältigen…
Über diesen Umstand haben sich die Taucher nun offiziell bei der Gemeinderegierung von Agüimes beschwehrt. Die Art der Anreise zum beliebten Tauchgebiet sei für eine Touristeninsel nicht zeitgemäß. Besonders der Umstand, dass nicht nur Einheimische, sondern auch viele Touristen den Tauchplatz besuchen, sollte zum Anlass genommen werden, die Zufahrt nach 'El Cabron' zu vereinfachen.
Juani Martel, die für die Strände in Agüimes zuständige Stadträtin der Gemeinde Agüimes, stimmt den Kritikern im Grundsatz zu, betonte aber "Das betroffenes Gebiet unter Landschaftsschutz steht".
Die Gemeinde prüft nun die Möglichkeiten, wie weit die Zufahrt zum Tauchgebiet asphaltiert werden kann, ohne mit der Landschaftsbehörde der Kanareninsel Gran Canaria in Konflikt zu geraten. Umweltschützer kündigten bereits jetzt Proteste gegen die Planungen der Stadträtin an.

'El Cabron’ ist eines der meist besuchten Tauchreviere der Insel. Die vulkanischen Formationen sind spektakulär und zusammen mit den großen Fischschwärmen ermöglichen sie einen der besten Tauchgänge auf den kanarischen Inseln. Insgesamt 3 Einstiegsstellen führen zu 8 verschiedenen Tauchplätzen. Ein großer Fischreichtum mit riesigen Schwärmen von Ohrensardinen, Gelbflossengrunzern, Streifen- und Marmorbrassen, sowie Zackenbarschen, Tintenfischen, Baracudas, Thunfischen, Rochen, Trompetenfischen, Muränen, Makrelen und gelegentlich kleinen Haien, sowie eine bizare Unterwasserlandschaft mit Höhlen, Grotten, Kaminen und Torbögen lassen das Herz jedes Tauchers höher schlagen. Hier kann man auch bis 40 Meter tauchen und in 30 Metern findet man die berühmte Koralle von Arinaga.
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