Gran Canaria: Knast-Gegner mit über 100 Anzeigen gegen Bauunternehmen
Gran Canaria, Neuer Ärger um den geplanten Neubau der Justizvollzugsanstalt im
Südosten der Ferieninsel Gran Canaria. Anwohner von Castillo del Romeral reichen Klagenflut gegen das Unternehmen 'Hermanos Tito' ein.
Gran Canaria, Juan Grande: Bis spät in die Nacht arbeitet das Unternehmen 'Hermanos Tito' auf dem Gelände, wo irgendwann einmal die grösste Justizvollzugsanstalt Spaniens entstehen soll. Riesige Radlader kippen aus 3 Metern Höhe gewaltige Ladungen staubtrockene Erde und Geröll in noch größere Muldenkipper- der dabei entstehende Staub liegt derzeit Tag und Nacht in der Luft. Der Wind, um diese Jahreszeit fast immer in Sturmstärke aus östlicher Richtung wehend, treibt diese Staubwolken kontinuierlich in Richtung Castillo del Romeral. Die meisten Häuser in dem ehemaligen Fischerdorf sind deswegen permanent mit einer milimeterdicken Staubschicht überzogen…
Auch den Lärm der Dieselaggregate trägt der Wind zu den Anwohnern von Castillo del Romeral, die betroffenen Bürger haben bislang schon mehr als 100 Klagen gegen 'Hermanos Tito' gesammelt, welche nun dem Gericht in Maspalomas übergeben werden sollen.
Nach Ansicht der Knast-Gegner hat das Unternehmen nicht die erforderliche Erlaubnis, bis in die Nacht hinein zu arbeiten. Weiterhin versäumt 'Hermanos Tito' nach Ansicht der Betroffenen, Schutzmaßnahmen bei den Erdarbeiten zu treffen. So werde das Gelände vor dem Verbringen der Erde nicht wie vorgeschrieben gewässert, um Staubwolken zu verhindern.
Zur Untermauerung der Klagen liegen den diversen Anzeigen auch ärztliche Atteste bei, die bescheinigen, dass es Aufgrund der starken Einatmung des Baustaubes bei mehreren betroffenen Bürgern schon zu Gesundheitsschädigungen gekommen sei.
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