Lanzarote: Gericht spricht betrunkene Unfallfahrerin frei
Lanzarote, Trotz positivem Alko-Test nach dem Unfall- Gericht spricht
Autofahrerin frei, die im März in Arrecife einen Fußgänger anfuhr und dabei schwer verletzte.
Lanzarote, Arrecife: Das Gericht Nr. 3 in der Hauptstadt Arrecife hat in dieser Woche einen Verkehrsunfall aus dem Monat März verhandelt. Das Urteil des Richters sorgt vor allem beim Opfer für Unverständnis. Die Vorgeschichte: Anfang März fuhr die 40-jährige M.I.L. in der Hauptadt Arrecife, vor dem Ausgang einer Diskothek einen Fußgänger mit ihrem PKW an. Die hinzugerufene Polizei führte bei der Unfallfahrerin einen Alkoholtest durch, welcher poitiv ausfiel- die 40 Jährige hatte 0.68 Promille. Weiterhin gab die Fahrerin des PKW später an, die ganze Nacht nicht geschlafen zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Strassenverkehrs…
Bei der Verhandlung in dieser Woche dann die Überraschung- Das Gericht spricht die Unfallfahrerin von den Vorwürfen frei!
Der vorsitzende Richter begründete seine Entscheidung mit der Erklärung, dass nicht zu beweisen sei, dass der Unfall ohne den Alkoholkonsum der PKW-Fahrerin zu vermeiden gewesen sei. Die Fahrerin sei zudem nicht fahruntüchtig gewesen, sondern lag 'lediglich' 0,18 Prozent über der erlaubten 0,5 Promille-Grenze.
Weiterer Grund für den Freispruch war die Tatsache, dass der geschädigte Fußgänger die Strasse an der Stelle, wo der Unfall passierte, nicht hätte überqueren dürfen- wenige Meter weiter habe sich ein Fußgänger-Überweg befunden, den das Opfer nicht genutzt hat.
Unverständnis beim Geschädigten, der bei dem Unfall einen Bruch der Schulter und des rechten Beines erlitten hatte. Ausserdem war das Unfallopfer insgesamt 6 Monate krank geschrieben und leidet nach eigenen Aussagen noch heute an den Folgen des Unfalls.
Auch nicht mit der Entscheidung des Gerichts einverstanden ist die Staatsanwaltschaft, diese hatte eine Bewährungsstrafe von 5 Monaten, 3 Jahre Führerscheinentzug, sowie eine Geldstrafe von 9.000 Euro gefordert. Der Fall wird wohl in der nächsten Zeit vor dem Berufungsgericht neu verhandelt. M.Sch. für IslaCanaria.Net
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