Flüchtlingstragödie vor den Kanaren: Cayuco mit 14 Toten an Bord erreicht Gran Canaria
Nachrichten Gran Canaria: Todesfahrt über den Atlantik, Flüchtlingsboot mit 46
Afrikanern hatte 14 Leichen an Bord. Das Holzboot war vor seiner Entdeckung 12 Tage auf dem Atlantik unterwegs.
Gran Canaria, Arguineguin: Am Mittwochmorgen entdeckte der Radar des mobilen S.I.V.E.-Systems das Holzboot der Immigranten, rund 2 Seemeilen vor der Südküste der Kanareninsel Gran Canaria. Für die Besatzung des Patroullienbootes 'Almirante Díaz Pimienta', die kurz darauf beim Cayuco eintraf, war es ein schrecklicher Anblick- Zwischen den 46 Bootsflüchtlingen lagen etliche leblose Körper. Als der Tross gegen 07:30 Uhr im Hafen von Arguineguin (Gemeindegebiet Mogan) eintraf, wurde das ganze Ausmaß der Tragödie sichtbar. Insgesamt bargen Polizei, Seeretter und Mitarbeiter des Cruz Roja 14 tote Afrikaner aus dem Flüchtlingsboot. Die 46 Überlebenden befanden sich in einem schlechten Gesundheitszustand, waren zum Teil völlig ausgetrocknet und bettelten um etwas Trinkwasser…
Fünf der überlebenden Bootsflüchtlinge mussten in verschiedene Krankenhäuser in Las Palmas de Gran Canaria und Maspalomas eingeliefert werden, ebenso viele wurden mit dem Rettungswagen ins Centro del Salud nach Maspalomas gebracht- Diagnose: Untertemperatur und ernste Dehydration!
Unter den aus dem Senegal, Gambia und Guinea Bissau stammenden Überlebenden befanden sich nach Angaben eines Cruz Roja-Sprechers auch zwei Frauen und ein Kind.
Einer der Immigranten berichtete, dass das Holzboot vor 12 Tagen im Süden von Mauretanien gestartet sei. Schon 3 Tage vor der Entdeckung sei kein Trinkwasser mehr vorhanden gewesen, einige von Ihnen hätten literweise Salzwasser getrunken- und haben kurze Zeit später leblos im Boot gelegen. M.Sch. für IslaCanaria.Net
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