Kanaren: Leichenteile im Hafen von Arrecife korrigieren die Opferzahl der Flüchtlingstragödie nach oben
Nach der Flüchtlingstragödie von Gran Canaria: Nach dem Anlegen einer Armas-
Fähre im Hafen von Arrecife entdecken Reisende menschliche Körperteile im Wasser, die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass es sich bei dem Toten um ein weiteres Opfer des Flüchtlingsbootes von Arguineguin handelt.
Lanzarote, Arrecife: Eine grausige Entdeckung machten aussteigende Passagiere einer Armas-Fähre am gestrigen Freitag (05. September) im Hafen von Arrecife- Zwischen Schiff und Kaimauer trieben zwei menschliche Beine und weitere Körperteile. Ersten Vermutungen zufolge handelt es sich bei den Körperteilen um die sterblichen Überreste eines Afrikaners, der sich auf dem 'Todes-Cayuco', welches am Mittwochmorgen (03. September) mit 14 toten Afrikanern an Bord vor der Südküste Gran Canarias, befunden hatte. Bei der Entdeckung der sterblichen Überreste handelt es sich bereits um den zweiten Fund nach der Tragödie…
Bereits am Donnerstag (04. September) wurden zwischen den Inseln Lanzarote und Fuerteventura Leichenteile eines Afrikaners aus dem Wasser gefischt, da auch hier ein abgetrenntes Bein gefunden wurde, muss die Anzahl der bei der Flüchtlingstragödie ums Leben gekommenen Bootsflüchtlinge auf mindestens 16 nach oben korrigiert werden.
Patroullienboote der Seerettung und der Guardia Civil sind derzeit vor den Küsten von Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria verstärkt unterwegs, um nach weiteren Opfern der Flüchtlingstragödie zu suchen.
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… Am Mittwochmorgen entdeckte der Radar des mobilen S.I.V.E.-Systems das Holzboot der Immigranten, rund 2 Seemeilen vor der Südküste der Kanareninsel Gran Canaria. Für die Besatzung des Patroullienbootes 'Almirante Díaz Pimienta', die kurz darauf beim Cayuco eintraf, war es ein schrecklicher Anblick- Zwischen den 46 Bootsflüchtlingen lagen etliche leblose Körper. Als der Tross gegen 07:30 Uhr im Hafen von Arguineguin (Gemeindegebiet Mogan) eintraf, wurde das ganze Ausmaß der Tragödie sichtbar. Insgesamt bargen Polizei, Seeretter und Mitarbeiter des Cruz Roja 14 tote Afrikaner aus dem Flüchtlingsboot. Die 46 Überlebenden befanden sich in einem schlechten Gesundheitszustand, waren zum Teil völlig ausgetrocknet und bettelten um etwas Trinkwasser … [weiterlesen]
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