Gran Canaria: Staatsanwaltschaft fordert 20 Jahre Haft für den Mörder von Yuliisa aus Lanzarote
Kanaren, In Las Palmas de Gran Canaria hat der Prozess gegen den
portugiesischen Staatsbürger Antonio Luis F.M. begonnen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im November 2007 seine damals 18 Jahre alte Stieftochter Yuliisa getötet und dann auf einer Müllkippe verscharrt zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert 20 Jahre Haft.
Lanzarote / Las Palmas de Gran Canaria: Im November 2007 erschütterte der Mordfall Yuliisa Antonia P. aus Arrecife (Lanzarote) die Kanarischen Inseln. Das 18 Jahre alte Mädchen aus der Dominikanischen Republik lebte damals erst wenige Monate bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf der Kanareninsel Lanzarote, als sie am 07. April als vermisst gemeldet wurde (IslaCanaria.Net berichtete). Nach 6 Tagen erfolgloser Suche wurde der Leichnam des Mädchens auf der Mülldeponie in Argana Alta, nahe der Hauptstadt Arrecife, aufgefunden. Yulisas Körper war in eine Plastikfolie eingewickelt und mit Müll und Schutt bedeckt. Schnell geriet der Stiefvater, ein gebürtiger Portugiese ins Visier der Ermittler, doch erst bei seiner zweiten Festnahme, im April 2008 gestand Antonio F.M. die grausige Tat…
Er habe mit Yuliisa über ihre neuen Freunde von den Zeugen Jehovas gestritten, so der Stiefvater im Rahmen seines Geständnisses. Der Streit sei eskaliert- ihm sei schließlich "die Hand ausgerutscht". Yulisa habe sich gegen seine Gewalt gewehrt, schließlich habe sich die 18-Jährige nicht mehr bewegt und ihm sei bewusst geworden, daß das Mädchen tot sei.
Später, so der Stiefvater weiter, habe er den leblosen Körper von Yulisa in eine Plastikfolie eingewickelt und sie mit einem kleinen Transporter auf die Müllhalde, nahe Arrecife gebracht. Dort habe er den Leichnam dann mit etwas Dreck bedeckt und sein davongefahren.
In Las Palmas de Gran Canaria hat nun der Prozess gegen den Stiefvater der 18 Jahre alten Schülerin begonnen. Die Anklage lautet auf Mord und die Staatsanwaltschaft forderte im Eröffnungsplädoyer 20 Jahre Haft für den angeklagten Portugiesen.
Dem Mörder von Yuliisa sei nicht "die Hand ausgerutscht", vielmehr habe er die 18-Jährige mit blossen Händen erwürgt, er habe den Hals des Mädchens solange zugedrückt, bis es sich nicht mehr bewegt habe- dies sei kein Unfall, sondern vorsätzlicher Mord, so die Staatsanwaltschaft.
Neben einer 20-jährigen Haftstrafe fordert der Staatsanwalt vom Täter eine Entschädigungszahlung von 120.000 Euro an die Hinterbliebenen der ermordeten 18-Jährigen. Der Prozess wird in den nächsten Wochen fortgesetzt.
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